ARA Landscha
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SPATENSTICHFEIER ARA LANDSCHA

Kläranlage Leibnitz-Wagna-Kaindorf, 18. April 2008

von Reinhold Heidinger

Ein Mensch erhält - er wundert sich
die Einladung zum Spatenstich
für ein Bauwerk, da will ich den Bauherrn nicht schonen,
mit Baukosten jenseits der 20 Millionen.

Da beginnen sehr rasch die Zweifel zu nagen:
Was soll ich tun? Wem soll ich's sagen?
Dass man heute schon andre Geräte verwendet.
Die Ära des Spatens ist längst beendet.

Denn würden die Arbeiter auch noch so rackern:
Spaten war gestern - heute ist BAGGERN!

Doch ist der Mensch auch Ingenieur
und die Entscheidung fällt nicht schwer
der Feier heut nicht auszuweichen
und ein paar Zahlen zu vergleichen:


Mit dem Beton für die Becken - ihr könnt mir da trauen
könnte man 450 Swimmingpools bauen
und 160 davon kann man, wenn man es mag,
mit der Abwassermenge füllen von einem Tag.

Der Stickstoff im Zulauf über ein Jahr
reicht für die Ackerdüngung von 1600 Hektar.
Doch im Ablauf, das kann man jetzt schon sagen
wird die Menge nur mehr 16% betragen.

So will man die Belastung der Gewässer vermeiden
aber auch die Luft soll keinen Schaden erleiden
daher wird die Abluft, wo auch Geruch produziert
gesammelt und über einen Biofilter geführt.
Der reinigt - jetzt schau ich stolz in die Runde
den Rauminhalt von 25 Wohnhäusern in einer Stunde.

Und zusätzlich - so nebenbei
vermeiden wir auch CO
2
Aus Faulgas können wir so viel Strom erzeugen
wie tausende Lampen der Weihnachtsbeleuchtung
vergeigen.


Doch ihr werdet's nicht glauben - ich sag's ungeniert
das Wunderwerk ist eigentlich als Kläranlage konzipiert.
Die hat neben baulichen Maßnahmen - ohne Scherz
ein riesiges anlagentechnisches Herz.

Doch damit werd ich euch nicht weiter quälen,
das wird euch jetzt Herr Haring erzählen.